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BUGA 2011 - Kaiserin Augusta - Schloß StolzenfelsEvents 2011

 

Kaiserin-Augusta-Anlagen

Als Rheinanlagen bezeichnet man die Promenaden am linken Rheinufer. Sie sind ca. 3,5 km lang und werden in Konrad Adenauer-Ufer und Kaiserin-Augusta-Anlagen unterteilt. Als Kaiserin-Augusta-Anlagen wird der südliche Teil der Rheinanlagen bezeichnet, dessen Gestaltung Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach, Gemahlin Kaiser Wilhelms I., zwischen 1856 und 1861 bei dem genialen preußischen Gartenbaumeister Peter Lenné (Sanssouci, Pfaueninsel u.v.m.) in Auftrag gegeben hat. Dieser gestaltete nach den Plänen von Fürst Pückler-Muskau den bereits bestehenden, aber völlig vernachlässigten Park von der Mozartbrücke (Stadtteil Oberwerth) bis zur Höhe Stresemannstraße nördlich des Kurfürstlichen Schlosses, neu.

Kaiserin Augusta, die eine besondere Vorliebe für die Region entwickelt hatte, in der sie jeden Sommer für längere Zeit residierte, wollte das Koblenzer Rheinufer im Stil eines Landschaftsgartens gestalten: „Es soll dem Volke [...] geboten werden, ein Aufenthalt außerhalb der kleinen Wohnung und Gasse für Frau und Kind, des Wirtshauses für den Mann: als 'reine Luft' in jedem Sinne, Auf dass die gottgesegnete Gegend auch die Menschen zu erhöhtem und warmen Daseinsgefühle erhöbe.“
Im Ergebnis entstanden unter anderem eine Bibliothek in der Trinkhalle, ein Observatorium und zahlreiche Kunstdenkmäler und Plastiken an der Uferpromenade.
In ihrem Testament vermachte Augusta der Stadt Koblenz einen bedeutenden Geldbetrag, der dem Erhalt und der Pflege "ihrer" Anlagen zukommen sollte und auch kam.

1902, zwölf Jahre nach Augustas Tod, wurde der zweite Abschnitt der Rheinanlagen, vom Kurfürstlichen Schloss bis zum Deutschen Eck, bebaut.
Im 2. Weltkrieg wurde leider viel von der prunkvollen Ausstattung zerstört.
Wegen des Engagements Konrad Adenauers für die Wiederherstellung der deutschen Demokratie wurde dieser Teil im Januar 1976 nach ihm benannt.

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