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Schängel

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Der Schängelbrunnen
Schängel  ist eine Bezeichnung für einen in Koblenz geborenen Jungen. 1940  errichtete Carl Burger dem Schängel ein Denkmal. Alle zwei Minuten  spuckt die Bronzefigur in den Sommermonaten einen Wasserstrahl auf alle, die nahe genug an sie herankommen.

Wie der Begriff Schängel entstand

Die ,,Schängelchen”€, die Lausbuben von Koblenz, hatten es dem  Mundartdichter Josef Cornelius (1849-1943) angetan. Ihnen widmete er zum Karneval 1914 sein Gedicht ,,Dat Cowelenzer Schängelche”€: ,,Et es  bekannt doch iwweral, et waiß och jedes Kend, dat närjens en der ganze  Welt.,die Schängelcher mer fend...”€.

Der  Musikalienhä¤ndler und Komponist Carl Wilhelm Kraehmer (1874-1918) schuf  zu dem Text die Melodie. Das fröhliche Lied war ein Riesenerfolg. Im  laufe der Jahre wurde es zur ,,Nationalhymne”€ aller Koblenzer. Der  Begriff ,,Schängel”€ stammt aus der 20-jährigen Zugehörigkeit der Stadt  zu Frankreich, 1794-1814. Gemeint waren damit ursprünglich die von den  Franzosen abstammenden Kinder deutscher Mütter. Der gängigste Name war  damals Hans oder Johann, was dem französischen Jean entspricht und in  Mundart ,,Schang”€ ausgesprochen wurde. Daraus entstand schließlich  ,,Schängel”€. Ursprünglich war es ein Schimpfwort. Heute ist jeder in  Koblenz Geborene ein Schängel. 1940 errichtete die Stadt am Rathaus zu  Ehren des damals noch lebenden Dichters Cornelius den Schängelbrunnen.  Der ist zugleich ein Symboldes Koblenzer Lausbuben. Den Brunnen schuf  Professor Carl Burger (1875-1950) aus Mayen. Der Brunnentrog besteht aus Eifeler Basaltlava. Er ist mit Reliefs versehen, die vor den im  Hintergrund angedeuteten historischen Bauten von Koblenz Jungenstreiche  zeigen. Burger wollte mit dieser Arbeit beweisen, dass auch die spröde  Basaltlava noch bildhauerisch verwendbar ist. Die Bronzefigur, einem  Koblenzer Jungen nachgebildet, speit etwa alle drei Minuten einen  sprühenden Wasserstrahl mehrere Meter weit über das Brunnenbecken  hinaus. Manchen neugierigen Besucher hat es schon getroffen....
Über  dem Brunnen, im Rathauswinkel, in dem der Schängelbrunnen seinen Platz  hat, erinnern seit August 1975 drei künstlerisch gestaltete Reliefs an  andere Koblenzer Heimatdichter, an Josefine Moos (1869-1967), Fritz  Zimmer (1866-1939) und Peter Preußer (1875-1958). Die Große Koblenzer  Karnevalsgesellschaft hat ihnen dort ein Denkmal gesetzt. Die Medaillons sind das Werk des Bildhauers Rudi Scheuermann.

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